Dezember 2009 |
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September 2009 |
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Juli 2009 |
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| Ein Fest mit Stars aus Stahl von Manfred Görgens Beim 17. Bergischen Straßenbahnfest gab es etliche Schmuckstücke zu bestaunen darunter auch ein Triebwagen der Bergbahn. ![]() Gute Laune und viele Oldtimer: Bei Kaiserwetter besuchten etliche Wuppertaler zu Pfingsten das Straßenbahnfest in der Kohlfurth. Die wohl weiteste Anreise hatte allerdings Tammi aus Honkong, die derzeit ihre deutsche Freundin Lisa besucht sie war Austauschschülerin in Hongkong. (Foto: Andreas Fischer) ![]() Kohlfurth. Zwar hat dat Fest mit alles seinen angestammten Sitz in der Barmer City, doch stellte sich am strahlend schönen Pfingstwochenende die Frage, ob so ein Prädikat nicht eher einem Konkurrenten in der Kohlfurth gebührt. Wahrlich, alles war da beim 17. Bergischen Straßenbahnfest: glitzernde Sonne auf den gekräuselten Wellen der nahen Wupper, Liegestühle im Strandcafé und gute Laune auch ohne tatsächliche oder nur vermeintliche Top Acts. ![]() Stars gab es indessen, nur nicht aus Fleisch und Blut, sondern aus Stahl, Messing und Holz. Einer davon stand ganz hinten im Werkstattanbau. Sein Name: Triebwagen 94. Michael Schmerenbeck hat in den vergangenen Jahren schon einiges Herzblut in diesen Wagen gesteckt, aber die Leidenschaft des gelernten Elektroinstallateurs schlummert tief unter einem dicken bergischen Fell. Entsprechend prosaisch berichtet er über die Eckdaten des Triebwagens: Der wurde ursprünglich für die Barmer Bergbahn gebaut. Unser Vereinsgründer Heinz Johann hat ihn 1966 erworben. Das Fahrzeug stand bei ihm in Hückeswagen. Großer Einsatz bei der Restaurierung: Zielmarke ist Ende dieses Jahres Mit solcher Musik im Ohr geht es regelmäßig in die Werkstatt. Ein Sonntag ist da schnell vorbei, aber auch so manches freie Stündchen in der Woche opfert Schmerenbeck der Leidenschaft für den Verein und die Straßenbahnen. Das Schwierigste sei es, Ersatzteile zu finden. Doch gerade an solchen Aufgaben wächst man schließlich. Was sich nicht im Tausch oder auf Börsen erwerben lässt, wird mit großem Aufwand nachgebaut, damit auch der Triebwagen 94 irgendwann wieder so aussieht wie in seiner Jugend. Vier Vereinsmitglieder kümmern sich in der Kohlfurth seit einigen Jahren darum, Schmerenbecks Spezialgebiet sind dabei Messingbeschläge und Holzarbeiten. Ich denke, dass wir noch im Laufe dieses Jahres fertig sein werden. 1.6.2009, Westdeutsche Zeitung |
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Mai 2009 |
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| Museumsbahnen:
Weg vom Bimmelbahn-Image von Stefan Melneczuk In der Kohlfurth wurde am Sonntag an das Ende der Straßenbahnlinie 5 erinnert. Der Verein hat viele Pläne für die Zukunft. ![]() Kohlfurth. Beim Verein der Bergischen Museumsbahnen in der Kohlfurth sind Vergangenheit und Zukunft nur wenige Meter voneinander entfernt: Auf der einen Seite wurde dort mit einer Sonderfahrt gestern an das Ende der Straßenbahnlinie 5 zwischen Wuppertal und Solingen vor 40 Jahren erinnert. ![]() Auf der Museumsstrecke zwischen der Kohlfurth und Möschenborn hier am Haltepunkt Greuel erinnerte gestern ein geschmückter Straßenbahnwagen an die letzte Fahrt der Linie 5 vor 40 Jahren. Auf der anderen Seite hat der Verein ambitionierte Pläne für die Zukunft. Neben der letzten 600-Meter-Etappe zwischen den Haltepunkten Greuel und Möschenborn steht eine weitere Wagenhalle mit Nahverkehrsmuseum ganz oben auf der Liste. Ob er der Straßenbahn in Wuppertal nachtrauert? Thomas Wächter er trägt beim Pressetermin in der Museumsbahn eine alte Schaffner-Montur muss als Vereinsmitglied bei dieser Frage nicht lange überlegen: Natürlich, sagt der 54-Jährige. Letztendlich sind Straßenbahnen umweltfreundlicher als Busse. ![]() Bevor im Jahr 1987 die letzte Stunde der Wuppertaler Straßenbahnen schlug, war es am 3. Mai 1969 für die Linie 5 soweit: Zwischen Dönberg und Solingen brachte sie es auf fast 20 Streckenkilometer und eine Fahrtzeit von 71 Minuten. Der Stilllegung folgte ebenfalls 1969 die Gründung der Bergischen Museumsbahnen (BMB) als Verein. Auf dem späteren Museumsgelände in der Kohlfurth wurden vier Jahre später die ersten Fahrzeuge angeliefert. Der Fahrbetrieb startete am 24. Mai 1992. Neben angekündigten Sonder-Aktionen zum 40-jährigen Vereinsbestehen (siehe Info-Kasten rechts) gibt es beim Ortstermin in der Kohlfurth auch deutliche Worte: Der Verein wolle bei allen Erfolgen der vergangenen Jahrzehnte weg vom Bimmelbahn-Image, das man nach wie vor gerne mit der Kohlfurth verbinde, erklärt der Vorsitzende Michael Schumann. Gut 30000 Gäste im Jahr und ein Museum für die Barmer Bergbahn Abgesehen davon, dass man mit jährlich gut 30000 Gästen nach dem Von der Heydt-Museum in Elberfeld das am zweithäufigsten besuchte Museum im Stadtgebiet biete, habe man sich nach dem Lückenschluss zum Möschenborn ein klares Ziel für die Zukunft gesetzt: Um mehr Platz für die Museumsbahnen zu bieten, soll in Nachbarschaft zur bestehenden Wagenhalle eine weitere errichtet werden. Auf zwischen 700000 und 800000 Euro werden die Kosten für eine Kombination aus Straßenbahn-Depot und Bergischem Nahverkehrsmuseum geschätzt Geld, das vor allen Dingen durch Spenden und Sponsoren sowie durch Zuschüsse zusammenkommen soll. Teil des Neubaus wäre ein modernes Ausstellungs-, Dokumentations- und Besucherzentrum, das auch die Barmer Bergbahn angemessen würdigt: Die bestehenden Halle beherbergt einen ihrer Wagen, der bereits seit sechs Jahren mit großem Aufwand auf Vordermann gebracht wird und auf der Museumsstrecke zum Einsatz kommen soll. Wie berichtet, wurde die Bergbahn vor 50Jahren stillgelegt und bietet aus Sicht der BMB ein ideales Beispiel, Verkehrsgeschichte darzustellen. Und das weit über die Stadtgrenzen hinweg: Selbst aus den Niederlanden und Großbritannien wurden bereits Gäste in der Kohlfurth begrüßt aus der näheren Umgebung kommen vor allen Dingen Familien und ältere Wuppertaler, die noch einmal das Straßenbahn-Gefühl erleben wollen. 3.5.2009, Westdeutsche Zeitung |
153 Höhenmeter bis Greuel |
April 2009 |
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| Die Industrie im Metallschrank Von Frank Weiffen Zwölf Industriemuseen zeigen in einer Wanderausstellung Exponate zum Anfassen. Hinter den Türen von Metallspinden verbergen sich Überreste der bergischen Industriegeschichte. Von 8. Mai bis 2. August. Schlebusch
- Der Mensch fasst gerne Dinge an. Tasten, Berühren -
das ist so wichtig wie Sehen. Die Ausstellung Mit
Feuer und Wasser, die bald im Freudenthaler
Sensenhammer zu sehen ist, macht sich diese menschliche
Vorliebe zu Nutzen: Zwölf Industriemuseen der Region
stellen ihre Exponate vor und zeigen, für
welchen Teil bergischer Industriekultur sie stehen.
Besucher können dabei handfest den Fragen
nachgehen: Wie fühlt sich der Stahl einer Schere an? Wie
flauschig ist ein Ballen Baumwolle? Wie ist die
Oberfläche dieses Stoffstücks beschaffen? Die teilnehmenden Museen
gehören dem Netzwerk Industriekultur Bergisches
Land an, das diese Schau als Wanderausstellung
organisierte: Sie kommt in den nächsten zwei Jahren bis
ins Ruhrgebiet. Jedes Museum wird im Innern eines
Metallspinds präsentiert, wie er seit jeher in den
Kabinen von Arbeitern steht. Die Idee zu diesen
Themenschränken stammt vom Düsseldorfer
Künstler Andreas Thein und seiner Kollegin, der
Kommunikationsdesignerin Melanie Polack, die die
Ausstellung konzipierten. So hängen im Spind der
Schleiferei Wipperkotten Schleifbänder und Schleifsteine.
Die Solinger Gesenkschmiede Hendrichs ist mit Gussformen
für Scheren und mehreren Scherenmodellen vertreten. Im
Schrank der Bergischen Museumsbahnen befindet sich ein
Führerblock zum Lenken historischer Straßenbahnen, eine
Fototapete zeigt Gleise im Wuppertaler Kaltenbachtal. Im
Spind des Bensberger Museums für Bergbau wird mit einem
von der Decke baumelnden Grubenkorb nebst Kohlehaufen die
Unter-Tage-Atmosphäre vermittelt. 21.4.2009, Kölner Stadtanzeiger |
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| Mit der Museumsbahn
quietschend den Berg hinauf von Julia Perkowski Historisch: Kohlfurth Cronenberg und zurück. Die erste Fahrt der Museumsbahn ist ausgebucht. ![]() Bei der ersten Fahrt von der Kohlfurth nach Cronenberg war die Museumsbahn voll besetzt. (Fotos (2): Andreas Fischer) Wuppertal. In Biergärten und Cafés sitzen die Menschen dicht gedrängt: Am Ostersonntag zieht es viele nach draußen an die frische Luft. Auch am Eingang zur Museumsbahn an der Kohlfurther Brücke staut es sich zeitweise die erste Bahnfahrt in diesem Jahr ist vor allem für Eltern und Großeltern mit Kindern ein spannender Osterausflug. Das Wetter ist so schön und wir wollen mit den Kindern nicht nur drinnen sitzen, sagt Yvonne Kasimir. Sie und ihre drei Kinder nutzen die Bahn regelmäßig. Wir fahren auf den Berg und dann gehen wir zu Fuß runter und sammeln Blätter und schauen uns Insekten an, erzählt die kleine Nadine. In den Kurven halten sich die Kinder die Ohren zu Dann quietscht es hinter der großen Werkshalle, in der die alten Bahnen restauriert und in Schuss gehalten werden. Wenig später fährt die Bahn die letzten Meter zu den wartenden Fahrgästen. Zwei Wagen sind an diesem Tag in Betrieb. 32 Sitzplätze gibt es pro Bahn. Dreißig Minuten dauert eine Fahrt, bis man wieder am Ausgangspunkt angekommen ist. ![]() Nach fünf Minuten Pause und beladen mit neuen Fahrgästen macht sich die Bahn wieder auf den Weg durch das enge Tal und kämpft sich den Berg hoch. Die kleinen Fahrgäste schauen begeistert aus dem Fenster und halten sich in den Kurven die Ohren zu. Es ist wie früher, als die Bahnen noch durch die Stadt gefahren sind. Liesel Winter, Fahrgast Das Quietschen der alten Bahn erinnert zumindest die älteren Fahrgäste an andere Zeiten: Es ist wie früher, als die Bahnen noch durch die Stadt gefahren sind. Die waren auch ziemlich laut, sagt Liesel Winter. Überhaupt ist alles in der Bahn nostalgisch, erinnert an längst vergangene Zeiten. Der Schaffner kontrolliert die Fahrkarten und die alten Schilder, die darum bitten nicht zu rauchen versetzen die Fahrgäste um Jahre zurück: Ich fühl mich wieder wie der junge Kerl, der ich mal war, als ich täglich mit der Bahn zur Arbeit gefahren bin, sagt Rüdiger Kleine. Nur das Bimmeln eines Handys dämpft kurz vor der Endstation die nostalgische Stimmung. Ich will raus, es ist so warm, sagt ein kleiner Junge einige Plätze weiter vorne. Die Erklärung seiner Mutter, dass die alten Wagen keine Klimaanlage haben, bekommt er nicht mit. Er ist schon auf dem Weg zur Spielzeugbahn, die ihn für kurze Zeit selbst zum Lokführer werden lässt. 13.4.2009, Westdeutsche Zeitung |
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